BAföG-Reform 2024/25

Am 6. März 2024 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur 29. BAföG-Novelle vorgelegt. Unter anderem ist darin die Studienstarthilfe, ein einmaliger Zuschuss von 1.000 Euro für Studienanfänger:innen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, geplant. Die Studienstarthilfe soll jungen Menschen aus Haushalten mit Sozialleistungsbezug den Einstieg in die Hochschulausbildung erleichtern. Sie sollen damit bei Ausgaben unterstützt werden, die typischerweise mit dem Studienstart verbunden sind (beispielsweise Computer, Lehr- und Lernmaterialien, Mietkaution).

Die Studienstarthilfe kann unabhängig von einem späteren BAföG-Bezug beantragt werden. Sie wird nicht auf das BAföG angerechnet und muss nicht zurückgezahlt werden.

Das Bundesbildungsministerium schätzt in seinem Gesetzentwurf, dass deutschlandweit jährlich etwa 15.000 Studienanfänger von der Unterstützung profitieren könnten. Im vergangenen Jahr wurden an deutschen Hochschulen knapp 480.000 Erstsemester gezählt.

BAföG Ü30 elternunabhängige Förderung

Für Studierende, die bei Studienbeginn (Bachelor, Master oder Staatsexamen) das 30. Lebensjahr bereits vollendet haben, besteht die Möglichkeit einer elternunabhängigen Förderung. Dies gilt auch unter bestimmten Voraussetzungen gemäß § 11 Abs. 3 BAföG.

Der Vermögensfreibetrag beträgt 45.000 Euro, vorausgesetzt, der Antragsteller hat das 30. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits vollendet. Nachgewiesene Schulden werden dabei vom vorhandenen Vermögen abgezogen. Eine selbstbewohnte, angemessene Eigentumswohnung kann freigestellt werden.

Ein Zuverdienst im Umfang eines Minijobs (bis zu 538 Euro monatlich) wird nicht auf den Förderungsbetrag angerechnet.

Für verheiratete Auszubildende und/oder Auszubildende mit eigenen Kindern steigen die Freibeträge für Einkommen und Vermögen zusätzlich. Für eigene Kinder, die im gemeinsamen Haushalt mit dem Auszubildenden leben, wird ein Kinderbetreuungszuschlag von monatlich 160 Euro gewährt. Dieser Betrag ist ein reiner Zuschuss.

Es wird ein Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von monatlich 206 Euro gewährt. Dadurch erhöht sich der Bedarfssatz auf 1.018 Euro.