Kurzinfos
Infoabend für schwangere Studentinnen
16.05.2013
Der nächste Infoabend für Schwangere findet am 29. Mai um 17 Uhr im Beratungsraum des Studenten Service Zentrums (SSZ), Goethestraße 6 (...
4. Familienfrühstück in der Mensa am Park
03.05.2013
Passend zum Internationalen Kindertag findet am 1. Juni 2013 das vierte Familienfrühstück für Studierende mit Kind statt, das...
Studentenwerk nimmt an Studieninformationstagen teil
09.04.2013
Das Studentenwerk Leipzig beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an den Studieninformationstagen der ...
Wir über uns
Tag der offenen Tür im Kindergarten "Villa Unifratz"

Schwierige finanzielle Lage im Mensenbereich
Die Unterdeckung bei den Verpflegungsbetrieben sorgt beim Studentenwerk für große Probleme
Probleme im Bildungsbereich sind derzeit ein bestimmendes Thema in der öffentlichen Diskussion. Auch das Studentenwerk Leipzig hat finanzielle Sorgen. Seit einigen Jahren reichen die Landeszuschüsse nicht mehr aus – die sächsischen Studentenwerke sind an einem Punkt angekommen, bei dem es an die Substanz geht. Das Studentenwerk Leipzig kämpft mit Unterdeckungsproblemen im Verpflegungsbereich. Dazu wurde im Oktober 2012 ein Interview mit Dr. Andrea Diekhof, der Geschäftsführerin des Studentenwerkes Leipzig, geführt, welches in der "Eins für Sieben" vom November 2012 veröffentlicht wurde.
Frage: Das Studentenwerk Leipzig wartet mit Sorge auf das Ergebnis der Verhandlungen zum Doppelhaushalt im sächsischen Landtag, die aktuell laufen, und versucht, sich so gut es geht auf das Jahr 2013 einzustellen. Kann man die Lage so am besten kurz und knapp beschreiben?
Dr. Andrea Diekhof: Ja, von den endgültigen Beschlüssen zum Doppelhaushalt hängt ab, ob wir in der Lage sein werden, das Jahr 2013 mit einem ausgeglichenen Ergebnis zu beschließen ohne unsere Rücklagen aus anderen Bereichen anzugreifen, wie wir es schon 2011 getan haben und 2012 wieder tun müssen.
Warum wollen Sie an diese Rücklagen nicht weiter heran?
Dr. Andrea Diekhof: Die Rücklagen habenwir im Wohnheimbereich gebildet, um für Instandhaltungen vorzusorgen. Im Studentischen Wohnen arbeiten wir seit 2001 kostendeckend, wir erhalten für diesen Bereich seit dieser Zeit keine Zuschüsse mehr. Das bedeutet aber, dass wir Instandhaltungsmaßnahmen und Sanierungen aus eigener Kraft, eben aus den dafür zurückgelegten Mitteln, finanzieren müssen. Was wir hier auflösen, um Defizite in anderen Bereichen auszugleichen, fehlt uns über kurz oder lang im Wohnheimbereich für Reparaturen und Sanierungen, es ist ein aus wirtschaftlicher Sicht ungesundes Vorgehen.
Wie stellt sich die Zuschusssituation momentan dar?
Dr. Andrea Diekhof: Der Haushaltsplanentwurf für 2013 enthält eine leichte Erhöhung der Zuschüsse um eine halbe Million Euro für alle Studentenwerke in Sachsen. Das Studentenwerk Leipzig würde davon 180.000 Euro bekommen, was insgesamt für 2013 eine Zuschusshöhe von 1.590 Millionen Euro ergeben würde. Wir sind natürlich erst einmal froh, dass der Entwurf überhaupt etwas mehr als im Vorjahr vorsieht, müssen aber gleichzeitig feststellen, dass diese Erhöhung nicht ausreichen wird, um unser zu erwartendes Minus zu decken. Um die Entwicklung richtig einschätzen zu können: 2010 haben wir noch 1,979 Millionen Zuschuss erhalten.
Können Sie das Minus beziffern?
Dr. Andrea Diekhof: Trotz Erhöhung des Semesterbeitrages zum Sommersemester und trotz der Anhebung der Mensapreise für Mitarbeiter und Gäste steht uns für 2012 ein Minus von 600.000 Euro ins Haus. Für das kommende Jahr rechnen wir trotz der Gegensteuerungsmaßnahmen mit einem Fehlbetrag von rund 400.000 Euro. Das Minus entsteht für den Bereich Mensen und Cafeterien, weil hier die Zuschüsse für den laufenden Betrieb zu gering sind. Wir rechnen schon allein durch Tariferhöhungen und durch das Ansteigen der Energiepreise mit einem Mehrbedarf von 235.000 Euro. Zudem steigen infolge des Auslaufens von Gewährleistungsfristen die Aufwendungen für den Bauunterhalt der Mensen um ca. 300.000 Euro.
Welche Kostentreiber gibt es noch, die für die Deckungslücke verantwortlich sind?
Dr. Andrea Diekhof: Wir haben zwei Mensen, die uns Probleme bereiten. Das eine ist die Mensa am Elsterbecken auf dem Campus Jahnallee, die wir vor einem Jahr nach Sanierung und Umbau neu eröffnet haben. Die Mensa arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie die Mensa am Park mit viel Auswahl und freier Entnahme, nur dass uns in der Jahnallee im Gegensatz zum Zentrum die Gäste fehlen, da der Campus nicht voll besetzt ist. Bis mindestens 2015, sehr viel später als geplant, müssen wir hier auf den Umzug der Erziehungswissenschaften warten. Statt 1.200 der geplanten Mahlzeiten pro Tag werden zurzeit nur rund 700 verkauft. Durch diese extreme Unterauslastung entsteht ein hohes negatives Ergebnis in dieser Mensa.
Wir haben deshalb einen befristeten Sonderzuschuss in Höhe von 300.000 Euro pro Jahr beantragt. Die andere Mensa, die uns Sorgen macht, ist die Mensa in der Liebigstraße. 2009 haben wir diese Einrichtung übernommen, damit die Studierenden hier ein warmes Mittagessen bekommen, was nach dem Auszug des Speisenversorgungszentrums des Universitätsklinikums weggefallen wäre. Das Gebäude und seine technischen Anlagen sind für unsere Zwecke aber reichlich überdimensioniert, es müsste dringend saniert werden. Bei Übernahme der Mensa war der Umbaustart noch im folgenden Jahr geplant, jetzt sind auch im Haushaltsplan 2013/14 keine Mittel vorgesehen. Ein nahe gelegenes Interim würde hier eine Lösung bieten, es könnte auch in der gesamten Umbauphase genutzt werden. Dafür wären aber im kommenden Jahr einmalig 500.000 Euro Invesitionszuschuss notwendig.
Was kann das Studentenwerk selbst tun, um Kosten zu minimieren?
Dr. Andrea Diekhof: Da wir, wie schon erwähnt, schon über einige Jahre hinweg nicht ausfinanziert sind, haben wir nur noch wenig Handlungsspielraum, denn wir haben ja schon an allen Schrauben drehen müssen, um die Kosten zu senken. Jetzt bleiben nur noch Schritte übrig, die mit Einschränkungen von Öffnungszeiten einhergehen oder mit Schließungen von Einrichtungen in der vorlesungsfreien Zeit. Alternativ bliebe nur noch eine erneute Anhebung des Semesterbeitrages, wenn die Haushaltsverhandlungen keine weiteren Erhöhungen oder einen Sonderzuschuss für uns ergeben. Der Verwaltungsrat des Studentenwerks wird darüber auf seinen nächsten Sitzungen im November und Dezember entscheiden.
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Die sächsischen Studentenwerke (Dresden, Freiberg, Chemnitz-Zwickau und Leipzig) haben zu diesem Thema gemeinsam ein Argumentationspapier "Unter Druck" verfasst, das im Mai 2012 veröffentlicht wurde. Darin gibt es weitere Informationen und Hintergründe zur Finanzierung der Studentenwerke.
Studentenwerk Leipzig
Das Studentenwerk Leipzig ist als eine wirtschaftlich selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts mit gemeinnützigem Charakter auf dem Gebiet der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Betreuung der rund 37.000 Studierenden in Leipzig tätig. Das Studentenwerk Leipzig ist Mitglied des Dachverbandes Deutsches Studentenwerk (DSW).
Anstalt des öffentlichen Rechts
Anschrift: Postfach 100 928 / 04009 Leipzig
Sitz: Goethestraße 6 / 04109 Leipzig
Zentrales Telefon: 0341 / 96 59 5
Fax: 0341 / 22 52 98 24
E-Mail: info [at] studentenwerk-leipzig [dot] de
Zuständigkeit
Die Zuständigkeit des Studentenwerkes umfasst folgende Hochschulen:
Universität Leipzig
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Handelshochschule Leipzig
Hochschule für Telekommunikation Leipzig
Berufsakademie Sachsen
Finanzierung
Die Finanzierung des Studentenwerkes erfolgt zum größten Teil aus den Einnahmen in Mensen, Cafeterien und Studentenwohnhäusern. Weiterhin zahlt jeder Studierende einen Semesterbeitrag an das Studentenwerk. Damit werden die vielfältigen Service- und Beratungsleistungen finanziert, ein großer Teil des Semesterbeitrages wird zur Stützung des Mensaessens verwendet. Darüber hinaus erhält das Studentenwerk für den Bereich Mensen und Cafeterien Zuschüsse des Landes Sachsen.
"Studieren in Leipzig"
"Studieren in Leipzig"
Wir als Studentenwerk sind bemüht, Ihnen beim erfolgreichen Start ins Studium behilflich zu sein und Sie auch darüber hinaus mit unserem Leistungsangebot zu begleiten. Auf unseren Webseiten finden Sie all unsere Leistungsbereiche und die dazu gehörigen Ansprechpartner – ob dies Fragen zum BAföG-Antrag, das Essen in der Mensa oder Ihr Zimmer im Wohnheim betrifft.
All diese Informationen zum Studentenwerk Leipzig bietet aber auch unsere Broschüre "Studieren in Leipzig", die wir jeweils zu Beginn des Wintersemesters neu auflegen. Darin finden sich viele Angebote, Termine und Hinweise, die den Studienalltag erleichtern können. Die Broschüre ist in der Goethestraße 6, in den Wohnheimen und in den Mensen und Cafeterien kostenlos erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.
Informationen zur Studien- und Berufswahl
Zahlreiche Informationen zur Studien- und Berufswahl finden Sie unter: www.studienwahl.de.


